E-Auto fahren nervt! (Achtung Clickbaiting!)

Es nervt wirklich, keine Frage!

Ja man muss sich umgewöhnen. Je nach Modell ändert sich die Reisegeschwindigkeit auf Langstrecken, die Anzahl der Pausen, die Art und Weise wie man einkauft oder man das Auto betankt. Ich fahre seit 4 Wochen mit Leeren Wischwassertank rum weil ich es nicht gebacken bekomme dran zu denken mal ne Kanne Wasser und etwas Wischwasserkonzentrat auf dem Weg in die Garage mit zu nehmen und extra deswegen an die Tanke zu fahren ist mir zu blöd….
So was Nervt wirklich. Oder die Kommentare wenn man beim Snackladen an der Autobahn angesprochen wird warum man da nun grad lädt. Das sei ja alles noch nicht ausgereift…. während der Typ auch grad ne notwendige Pause macht…. ja ich mach ne Pinkelpause wie du auch, aber ich lade halt dabei nochmal die 15 Minuten. Stört ja auch net. Was auch nervt ist wenn der Ladesäulen Betreiber seine eigne App nicht im Griff hat und man mühsam forschen muss wie die Ladesäule eventuell mit nem anderen Roamingtarif dann vielleicht doch zur Zusammenarbeit zu überreden ist. Was auch nervt ist wenn am Biertisch behauptet wird nach 3h Stau sei der Akku eh leer…. ob im Sommer wegen Klimaanlage oder im Winter wegen Heizung .

Nicht falsch verstehen. Ich erkläre gerne jedem wie das alles funktioniert und erteile nen bissl Matheunterricht (Frau Stöhr möge mir diese Anmaßung verzeihen)  wenn diese Erklärung auch angenommen wird und als eigene Erfahrungen so auch akzeptiert wird. Wenn man aber alle Erfahrung in den Wind schlägt weil sie nicht ins eigene Weltbild passt und der eigenen unbelegten Meinung zuwider läuft ….dann nervt das.

Was absolut nicht nervt ist, das Auto noch mal kurz anzustecken beim Energydrink kaufen oder nochmal 20 min nen Zwischenstopp zu machen in dem man eh sein Hörbuch Verkehrssicher runterlädt für die nächste Teilstrecke.  Was auch nicht nervt ist, das Motor Geräusch wenn man im Stau steht…. also das vor,hinter und neben einem schon, aber eben nicht das eigene. Was auch nicht nervt ist das man zum überholen des LKW auch bedenkenlos ansetzen kann wenn einem in 400m das Überholverbot angekündigt wird. Was auch nicht nervt ist durch die Landschaft zu fahren und sich bewusst zu machen das man gerade etwas dafür tut das sie so grün bleibt oder gar grüner wird. Und es nervt auch nicht sich bewusst zu machen das man den Anwohnern der Bundesstraße grade deutlich weniger Lärm und eben keine Abgase zumutet wenn man da grad am Grillabend im Garten vorbeistromert.

Also… das E-Auto zu fahren nervt nicht im mindestens… aber das was die Mitmenschen daraus meinen machen zu müssen…. eine Art Sünde weil es eben anders ist als das was man so gewohnt ist.

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e-Mobilität aus erster Hand

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Vor nunmehr knapp 2 Monaten fahre ich Elektrisch. In dieser Zeit sind 3200 km auf dem Tacho aufgelaufen. Im Großen und ganzen muss ich sagen es ist deutlich Problemloser als gedacht.
Das Fahren macht Spaß…Im Täglichen Betrieb mehr als auf der Langstrecke, keine Frage, aber es geht soweit wirklich Prima. Die Ladesäulen sind mitunter eine leichte Herausforderung aber keine die wirklich stresst.

Dieses Wochenende , auf der Strecke zwischen Bad Hersfeld und München hatte ich das erste mal eine defekte Ladesäule. Da aber 2 der 4 Säulen in Geiselwind funktionierten war das Problem schnell behoben.

Der eGolf hat eigentlich nur eine “Macke” die auch nur bei Langstreckenfahrten zum tragen kommt. Der Passiv gekühlte Akku hat bei hohen Außentemperaturen schnell die 38 Grad erreicht die dann dazu führen das am Schnellader, bei zunehmender Ladung die Temperatur soweit ansteigt das die Bordelektronik die Ladeleistung zum Schutz des Akkus reduziert. Das ist nervig….OK, es gibt noch ne Macke Smile Auf dem internen Infotainment-Display lässt sich kein Netflix schauen…. Man muss echt DVD’s kaufen Smile 

Ansonsten geht das Prima. die unter 3 Sekunden von 0-60kmh erschrecken den ein oder anderen an der Ampel durchaus Smile 

Bisher standen 4 Langstrecken auf dem Plan. Jeweils ca. 400 km.

Die ersten beiden male habe ich wenig auf die Akkutemperatur geachtet…das hat sich gerächt. Je nach Außentemperatur ist eine Höhere oder niedrigere Geschwindigkeit machbar. die ersten 2 Fahrten hatte ich mich an 120Km/h orientiert. Das war bei ca. 25 Grad Außentemperatur Zuviel. Die Ladepausen verlängerten sich. Ich hatte mit 2 Ladestopps gerechnet.  War der erste noch nach rund 45 min beendet zog sich der 2. auf ca. 1:15h…
Die letzten Zwei Langstrecken habe ich  vorsichtiger gehaushaltet und sogar mit nur einem Lade stopp gerechnet. bei 36 Grad Außentemperatur war der Akku aber nicht unter 38 Grad zu halten. Daher fiel der Stopp mit ca. 1:20h relativ lang aus. Die Stromsparende Fahrweise beim “LKW-Surfen” und die unzähligen Staus brachten mit am Ziel noch knappe 80 km Restreichweite ein. Die Rückfahrt, wieder mit nur einem Lade stopp aber aufgrund Mangelnder LKW’s (Sonntags) war mit etwas höherer Durchschnittsgeschwindigkeit… Knappe 90km/h waren es unterm Strich (ca. 70kmh auf dem Hinweg). Dafür waren am Ziel auf der Rückfahrt auch nur noch 30km auf der Restreichweitenanzeige zu sehen. Da es auf der Rückfahrt aber nur ca. 20 Grad zeigte auch der Akku nur 27 Grad Temperatur an. Es stünde also einer weiteren schnellen Ladung nichts im weg Winking smile 

Ja … Elektromobilität ist anders. Man muss sich etwas umgewöhnen. Aber es Funktioniert erstaunlich gut….dafür das immer behauptet wird das Elektroautos untauglich seien für den Alltag…. ich finde gerade im Alltäglichen glänzen e-Autos. Keine Ladestopps weil man einfach zwischendurch lädt, Tolle Fahrleistungen die echt Spaß machen,  sehr Angenehmes Fahrgefühl und sehr entspannend weil flüsterleise.
Für die Langstrecke muss man mehr Zeit einplanen. Dem Handelsvertreter empfehle ich zumindest nicht den eGolf. Aber grad im Ländlichen Raum als Alltagsfahrzeug oder auch im Städtischen Bereich sind e-Autos unschlagbar. erst Recht wenn man zu hause laden kann …. da Arbeite ich noch dran Winking smile

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Die Logik und die Welt

Es ist mal wieder Abend. Und wie das so ist, man hat Zeit über alles mögliche nachzudenken. Da ich lange nichts mehr gepostet habe dachte ich mache mir mal wieder Luft.

In Bayern steht die Wahl an. Die Einen Fordern Gelt für Rentner statt für Flüchtlinge. Die Anderen Starten ein Weltraumprogramm und in München regen sich zunehmend Leute Über teure…nein unbezahlbare… Wohnungen auf. Wieder andere Diskutieren darüber wie weit die Reform des Fahrplans der öffentlichen Verkehrsmittel gehen sollte während Tausende Tonnen Plastik  irgendwo im Meer schwimmen und Jahrtausende alte Mischwälder dem Braunkohletagebau weichen sollen. Ich glaube das kann man gut zusammenfassen:

“Wir rasen auf einen Eisberg zu! ….Warum steht eigentlich kein Vanillepudding auf der Speisekarte?”

Wo ist eignetlich der Gesunde Menschenverstand geblieben? Eben Lief eine Werbung im TV für eine Internetseite wo man für wenige hundert Euro Anteile an Immobilien kaufen kann und man bekommt sogar einen 100€× “Herbstbonus” (Was immer das sein soll…ein “Herbstbonus“ aber egal) Da investiert Pappi der 5 Köpfige Familie im Münchner Umland doch gleich mal ein paar tausender vom hart ersparten um die 6% Zinsen zu kassieren während Muttern die Immobilienspalten studiert weil die 45m² Wohnung jetzt doch nicht mehr reicht und man doch lieber 75m² im  Stadtgebiet hätte damit man nicht täglich 3 Stunden auf der Autobahn rumsteht bis man beim 1700€ Netto-Job angekommen ist. Klingt plausibel?Jopp…solange bis man versteht das die 5000€ erspartes in das Neubauprojekt im Münchner Norden fließen in der Muttern grad die Wohnung aussortiert hat weil sie mit 70m² für eine 4300€ Kaltmiete im Monat grad nicht ins Budget passt ….aber man hat ja die 6%…..

Immerhin hat Bayern bald ein Raumfahrtprogramm und kann dann auf dem Mond Wohnungen bauen…. Gut… die Anreise für den Fließbandjob beim lokalen Autobauer ist dann halt noch ein bisschen weiter…

Ach ja … Rente auf dem Mond…. das hätte doch was! Lässt man sich da bestatten haben auch die Urenkel noch nen tollen Eindruck vom Aussehen des Herrn Urgroßvaters und da sind dann auch keine Flüchtlinge. Wie ist das eigentlich gemeint? Geld für Rentner statt für Flüchtlinge?  Wie kann man da eigentlich von einem “STATT” reden? Und wie will man das bewerkstelligen? Dazu kann ich übrigens nur herzlich das aktuelle Werk von Timur Vermes (Autor von “Er ist wieder da!”) empfehlen. “Die Hungrigen und die Satten” ist der Titel. Daraus wird eines klar…zumindest wenn man der Logik freien Lauf lässt.  Wir können das Geld für Rentner Sparen…. indem wir sie alle Abmurksen…. das ist auch der einzige Weg wie wir das Geld für Flüchtlinge sparen können….. Wir werden die Flüchtlinge genau so wenig aus der Welt schaffen können wie die Rentner. So Liebe Schlechtmenschen (Das muss ja dann das Gegenteil der “Gutmenschen” sein) . Seht ihr das wirklich als Alternative? Oder ist Menschen Abmurksen hinterm Horizont ok aber in der Nachbarschaft nicht? Wir brauchen Geld für Rentner UND Flüchtlinge. Dafür brauchen wir Lösungen.

Aber es gibt auch ne Gute Nachricht. Ob Dein Örtchen demnächst zum Innenbereich des ÖPNV gehört oder nicht ist in nicht all zu langer Zeit eh Wurst. Tonnen von Plastik, Abgeholzte Wälder und CO2 bis zum (Achtung Wortwitz) vergasen sorgen dafür das zumindest unsere Enkel nicht mehr über Reisen nachdenken müssen. Haben sie dann gar keine Zeit mehr wenn schon Trinkwasser nen Problem ist. Aber… auch da hilft Logik weiter. Co2 kann man Kompensieren und das ist nicht mal Teuer.Und der ÖPNV ist auch Ohne Tarifreform günstiger (und CO2 günstiger) ohne das er im Innenraum liegt. Ich das mit dem Kompensieren übrigens selber ausprobiert. Kostet wirklich nicht allzu viel. Plastik kann man auch reduzieren. Kaffeekapseln? Einwegflaschen? Plastiktüten? Braucht alles kein Mensch… Und Ja auch wenn wir (vermeintlich) Recycling-Weltmeister sind, Die Quote ist lächerlich. Weit über 3/4 der “Recyclingwertstoffe” werden “thermisch” recycelt. Also verbrannt. Leitungswasser und Selbstgesprudelte Limos kosten nicht mehr und sparen jede Menge Plastik, genauso wie Mehrwegtüten (Da sind übrigens Nylontaschen sogar noch etwas günstiger als Baumwolltaschen). Ganz einfach also. Und wer sich wegen des Abholzen eines Waldes empört sollte auch mal logisch nachdenken. Strom soll billig sein. Das ist verständlich. Und Ökologisch. Auch das ist gut. Gott sei dank lässt sich beides Heutzutage verbinden. Aber doch nicht bei den Tochterunternehmen des Abholzers! Auch da haben nämlich Marketingexperten erkannt das sich mit Grün Geld verdienen lässt beim Endkunden. Und mit dreckiger Energie beim Großkunden (weil da viel und Günstig zählt und nicht wenig und so la la günstig). Konsequenz: Strom von Unternehmen die einheitlich auf Grün Setzen. Auch da hilft eine einfache Suchanfrage im Internet.

Also… Nachdenken und vor allem nicht alles glauben. Hinterfragen und sich auf das Wesentliche konzentrieren.

Wir haben eine Gesetzgebung die den Umgang mit Daten bis zum Irrwitz reglementiert, die die Krümmung von Bananen festlegt und sich um die Farbgebung von Polizeiuniformen streitet. Das gaukelt dem Menschen vor das er sich um nix mehr kümmern muss. Also stellt er sich Mikrofone und Digitale Assistenten ins Wohnzimmer um bequem Kaffee mit Ökosiegel beim Versandhandel zu bestellen der dann das Pfund in einen Pappkarton mit Styroporflocken packe, quer durch die Republik karrt obwohl der Bäcker vor der Haustür das ganze früher für 30% des Geldes gemacht hat. Kann er jetzt nicht mehr… Gibt ja Versandhändler die Grinsemünder auf Ihre Pappkartons malen. Total schockiert hockt die Familie dann neben ihren Styroporflocken  mit der Tasse Kaffee vor dem Fernseher und wundert sich wo diese Blöde Dreckinsel im Pazifik herkommt, das Mischwälder abgeholzt werden  und warum die Kohle nicht mehr für das 2. Kinderzimmer reicht.

Vielleicht lernen wir einfach mal wieder nachzudenken und nachzufragen, zu hinterfragen und genauer hinzuschauen.

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Elektromobilität eine Lüge?

Ich habe soeben ein Interview in einer Lokalzeitung gelesen welches diese mit einem Bürgermeister in meiner alten Heimat geführt hat. Aufmerksam geworden darauf bin ich weil ein ehemaliger Klassenkamerad diesen Beitrag auf Facebook geteilt hat. Der gute Herr Kommunalpolitiker gräbt die große Kiste der Vorurteile gegen Elektromobilität heraus. Gerade in letzter Zeit habe ich auch viel darin gestöbert und mir mal meine Gedanken dazu gemacht (Der gute Mann behauptet man müsse kein Diplom in Physik um die Vorbehalte klaren Auges sehen zu können. Pfuhh… Glück gehabt. Denn das kann ich wirklich nicht vorweisen)

Die 3 Hauptaussagen waren

1. Elektroautos sind ungeeignet die CO2 Bilanz positiv zu beeinflussen

2. Elektroautos würden das Stromnetz zum zusammenbrechen bringen

3. Die Reichweite von Elektroautos ist für eine sinvolle Nutzung nicht ausreichend

Gut… Hat er so gesagt, muss man so erst mal als rein Zeitungslesender Mensch akzeptieren.  ABER! Gehen wir mal über das reine Zeitungslesen hinaus und betrachten wir das ganze mal mit etwas Hirnschmalz. (Kann ich übrigens auch nur jedem der in diese Diskussion einsteigt empfehlen)

1. Elektroautos sind nicht geeignet die CO2 Bilanz positiv zu beeinflussen.

Nehmen wir das Argument mal auseinander. Warum kommen Leute auf diese Aussage? Dabei geht es um die hier Zitierte Studie (https://goo.gl/uG112Y) . Diese errechnet das ein Akku in der Herstellung soviel CO2 Produziert wie ein PKW auf 200.000km Fahrt. Genannt wird die Menge von 17 Tonnen Co2. Ok. Scheint ein Fakt zu sein mit dem wir klar kommen müssen… Wirklich? verschiedene Seiten im Internet gehen von 1kg –knapp über 3 Kg (je nach Sprit Sorte) Co2 Pro Liter aus. Rechnen wir mal spaßeshalber 7l auf 100km bei 2kg Co2 … dann komme ich (ohne Physikdiplom) auf 28t Co2 auf 200.000km also da scheint schon mal ein Fehler zu sein. OK, Denken wir das ganze mal weiter. Hier wird verglichen was der Akku an CO2 in der Herstellung ausstößt und was bei einem PKW am Ende des Auspuffs rauskommt auf der Fahrleistung von 200.000km. Ist das wirklich vergleichbar? Was mir in der Rechnung fehlt ist z.b. Das was die Gewinnung des Öls Kostet (Ne Bohrinsel oder auch die Ölfelder in Saudi Arabien werden nicht mit Luft und Liebe betrieben), Der Transport des Kraftstoffs (Tanker und Pipelines) Den Transport von der Raffinerie zur Tanke lass ich mal außen vor und verrechne den mit Stromtrassen Zwinkerndes Smiley … Leider kommt man hier zu nur schwer zu Zahlen aber ich hab mal recherchiert und das US-Energieministerium hat wohl mal behauptet es koste etwa 1,585 kwh Energie um 1 Liter Benzin zu Produzieren. Rechnet man das auf  CO2 um (ich nehme mal den Deutschen Strom Mix der in den USA und Saudi Arabien sicherlich abweicht…) kommen wir auf 835g Co2 pro Liter zusätzlich… mit der Rechnung komme ich beim vergleich auf andere werte… Rechnen wir also mal…. Co2 Ausstoß Elektro vs. Verbrenner auf …sagen wir mal 100.000km (das ist ne Fahrleistung die in 4 Jahren nicht ganz so selten ist)

Elektroauto Herstellung Akku 17.000 kg + Stromverbrauch (rechnen wir mal 20 kwh/100km)  auf 100.000 km  => 10,54 Tonnen Macht in summe knappe 27,5 Tonnen

Verbrenner 3,8Kg Co2  Pro Liter Sprit bei 7l/100km auf 100.000km sind wir bei 26,97 Tonnen Co2…. das ist gar nicht so weit weg vom Stomer…

Der “Break Even” kommt bei ca. 103.000km … das klingt für mich schon plausibler. Und 100.000km sollte ein Auto schon halten… beim Stromer kommt hinzu das die Feinstaubbelastung durch Bremsstaub z.b. auch deutlich geringer ist durch die Rekuperation. Unterm Strich… ja … wer sein Auto alle 2 Jahre verschrottet ist mit einem Benziner deutlich umweltfreundlicher…aber ne Umweltsau vor dem Herrn isser trotzdem Smiley mit geöffnetem Mund

2. Elektroautos bringen das Stromnetz zum zusammenbrechen

Ok.. Sie brauchen Strom… Check! der muss durchs Netz hinkommen… Check! das belastet das Netz… Check!

Aber belastet es das Netz so sehr das es zusammenbricht? der Gute Mann im Bürgermeistersessel führt 35.000 kwh extra an die benötigt werden wenn nur 10% der Autofahrer abends ihr Auto an die Dose hängen.. Mal abgesehen davon das 1. 10% heutzutage ziemlich optimistisch ist und 2. nicht jedes E-Auto jeden Abend geladen werden muss und 3. Intelligente Ladeanlagen und Tarife wie Nachtstrom den Energieerzeugern es bequem erlauben die Laust über die ganze Nacht zu verteilen….

Lassen wir aber mal die 35 MW/h mal im Raum stehen… er Hat recht. Das sind nicht zu vernachlässigende Kapazitäten aber schaut man z.b. nach Österreich… da schwankte der Stromverbrauch im Tagesverlauf in 2015 z.b. zwischen 5000 und 8000 MW…. hmmm… irgendwie krieg ich da das Gefühl das 35MW da nicht so sehr belastend sein können…. selbst wenn wir das ver-80-fachen liegen wir noch im rahmen der normalen Tageszeitlichen Schwankung unseres kleinen Alpen-Nachbarn….. das treibt mir jetzt nicht den Angstschweiß auf die Stirn…und das Netz wird ja kontinuierlich ausgebaut … seit Jahren und es wird sich sicherlich auch anpassen bis ganz Deutschland Elektromobilisiert ist.

3. Die Reichweite lässt eine sinnvolle Nutzung nicht zu

Ok…zugegeben. Die Reichweite kann mit einem Benziner nicht mithalten. Das Laden dauert auch länger als das Tanken. ABER! ich hab es für mich mal durchgerechnet… ich fahre am Tag üblicherweise ca. 40 km. 50 wenn ich einen kleinen Umweg mehr oder weniger fahre. Viele Modelle bieten derzeit ca. 200km Reichweite. bedeutet für mich alle 4 tage Laden… also sagen wir 2 mal die Woche. Einmal mehr als Tanken. (ja ich komme nur 400km weit mit meinem Smart) aber das reicht für 95% meiner Fahrten aus. Selbst ein Ausflug am WE ist selten weiter als 100 km. Die Ladeinfrastruktur ist noch Lückenhaft. Das lässt sich aber inzw. recht gut Planen. An touristischen Highlights und verschiedenen Tankstellen sind Ladesäulen vorhanden. Dann wird da ggf. mal eine Pause auf einem Ausflug eingelegt. Für Berufliche Langstreckenfahrten oder dem Trip nach Süditalien bleibt das E-Auto ungeeignet. Klar… aber wie viele Fahrten sind das im Jahr? 4? 5? vieleicht 10?

Und das MUSS das Auto dann zwingend können? Gegenfrage liebe Leser. Wer von euch hat einen Garten? Wenn ihr einen Garten habt. Wo habt ihr euren Minibagger geparkt? oder doch nur einen Spaten weil man den Minibagger so selten braucht? Zwinkerndes Smiley

Zugegeben, Ein wenig ketzerisch die Frage. Aber sie Verdeutlich das Problem. Es geht um Bequemlichkeit. Natürlich ist es Praktisch ins Auto zu steigen und ab nach Palermo zu düsen. Aber wäre in dem Fall für die Woche oder die 2 Wochen nicht ein Leihwagen genauso ausreichend und vieleicht sogar Praktischer weil einem an das eigene Blech keiner eine Kratzer fährt, Ausrüstung die im Ausland vorgeschrieben ist an Bord ist und die Miete unterm Strich sogar günstiger kommt? (Von Versicherungsdingen mal abgesehen)

Fazit:

Elektroautos sind anders aber sind sie wirklich schlechter wenn man es Objektiv und nicht emotional betrachtet? Den Schritt muss man allerdings (gerade als Deutscher ) erst mal wagen… sein Liebstes Kind auch mal zu hinterfragen. Dann wird der ein oder andere (Nicht jeder) auf die Idee kommen. Im Prinzip reicht das Elektroauto und ist sogar bequemer und günstiger.

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G20 in Hamburg

Das G20 Gipfeltreffen in Hamburg liegt hinter uns. Aber genau wie solch ein Event lange Vorbereitung braucht, wird auch noch einige Zeit vergehen bis Hamburg und Deutschland die Ereignisse aufgearbeitet hat. Überwiegen im Vorfeld meist Händeschütteln und Lobhudelei, folgen auf solche Ereignisse regelmäßig Schuldzuweisungen und ausgestreckte Zeigefinger. War ein Olaf Scholz schuld? Oder doch Angela Merkel? Haben die Medien Falsch berichtet? Hat die Polizei überreagiert? Und ist all der Aufwand überhaupt nötig? Kommt doch eh nix bei raus!…. So gestaltet sich die Nachrichtenlandschaft schon wenige Stunden nach der Abreise der Staatsgäste.

Ich habe das Wochenende in Hamburg verbracht. Nicht weil ich sensationsgeil wäre, nein ich wollte einfach den Flughafen während dieser Tage meiden also habe ich meinen Kühlschrank vollgepackt, meine Freunde mit Videos vom Balkon versorgt und mir das Spektakel aus gebührendem Abstand angeschaut. Das meiste habe ich durch das Fernsehen mitbekommen aber natürlich bin auch ich in Absperrungen geraten (auf dem Weg in die Arbeit bzw. auf dem Weg nach Hause) und habe mit Polizisten gesprochen (auf dem weg zum Einkaufen). Ich wurde von Sirenen und Hubschraubern wach gehalten und habe verbrannte Autowracks und schwarze Wolken über Hamburg gesehen und ja, auch Fotografiert. Ich habe mir eine Meinung also ziemlich unmittelbar gebildet.

Also natürlich hätte man einen Ort wählen können den man Besser hätte absichern können. Sicherlich auch einen ohne eine so bekannte und starke Autonome Szene . Das Schanzenviertel und die Rote Flora sind nun mal berühmt berüchtigt. Aber ganz im Ernst. Eine Stadt und ein Land das nicht in der Lage und willens ist auch so ein kontrovers diskutiertes Treffen auszurichten und zu Stemmen wäre nicht mein Land. Wir diskutieren viel und einige werden vermutlich auch Anstoß an meiner Wortwahl nehme.

“Stemmen? das haben wir doch nicht gestemmt!” … Doch das haben wir. Das Haben die Hamburger, die Polizei und Deutschland. Wir haben etwas ermöglicht, auf Staatsebene, was viele auf Gemeindeebene nicht hinbekommen. Miteinander Reden. Wir haben dutzende Menschen die sich eigentlich Spinnen Feind sind an einen Tisch gebracht und sie haben geredet. Ob das Papier das dabei rausgekommen ist am ende was wert ist kann und will ich noch nicht beurteilen. Aber wir haben es geschafft das diese Menschen miteinander reden.

Aber das war das was in den Ballsälen geschah. Bei einem Blick auf die Straßen geschah auch einiges. Die Bilder die hier hauptsächlich um die Welt gingen: Randalierende ….Minderheiten…und genau das sollten wir nicht vergessen. Da waren jede Menge Trottel unterwegs die die Grenze des selbst im Schanzenviertel üblichen deutlich überschritten haben aber das waren Minderheiten. Und das haben sie teilweise eben auch von den Anwohnern gespürt. Unter den Zehntausenden friedlichen Demonstranten waren nur wenige Tausend Krawallmacher. Wir reden von nicht mal 3% der Demonstranten. Geschützt wurde das alles von Abertausenden Polizisten und Sicherheitskräften. Und hier hat was stattgefunden das den Geschehnissen in der Elbphilharmoie nicht unähnlich war.  Man hat geredet. Demonstranten mit Polizisten, mit Anwohnern, mit Geschäftsleuten. Und man war sich , genau wie die Staatschefs, “weitestgehend” einig. Solche Chaoten die nur zerstören wollen haben hier nichts zu suchen. Natürlich gab es Querköpfe…die Trumps oder Erdogans unter den Demonstranten, die gerne mal anderer Meinung sind als die Mehrheit. Aber im Großen und ganzen fand ich das Wochenende eher beeindruckend und es hat mir Mut für Deutschland gemacht. Da waren tausende am Samstag auf der Straße unter dem Motto “Hamburg zeigt Haltung” und haben gegen die Gewalt demonstriert. Am Freitag radelten hunderte Radfahrer durch die Stadt bis spät in die Nacht klingelten sie für die Polizei und skandierten “Einsatz Frei! Für die Polizei!”  Zehntausende Demonstrierten friedlich für Frieden, Menschenrechte und gegen den Kapitalismus. Man muss nicht alle Meinungen teilen aber es zeigte das hier in Deutschland eben jeder Seine Meinung frei äußern kann. Ein Beispiel für Erdogan, Putin und die Chinesische Delegation. Menschen haben Polizisten angesprochen, ihnen gedankt, ihnen Gezeigt das sie hinter ihnen stehen.

Nein. Es war kein perfekter Gipfel. Zuviel Krawall. Aber das war nicht die Schuld von Angela Merkel, Olaf Scholz oder der Polizei. Das war einzig und allein die Schuld der Krawallmacher. Für diesen Stress konnte kein Polizist, kein OB und keine Kanzlerin etwas. Schuld hatten an den vielen Kriegsähnlichen Bildern nur die Randalierer.

Ich bin stolz auf unsere Polizei, Stolz auf unsere Politiker und auch Stolz auf unsere Bürger und all die friedlichen Demonstranten. Denn alle diese Menschen haben an diesem Wochenende Deutschland von der besten Seite repräsentiert. Meinungsfreiheit, Friedlichkeit, Zusammenhalt und unsere Demokratischen Grundwerte. Ausnahmen gab’s natürlich auch hier… Politiker die die Polizei beschuldigten oder Demonstranten die sich im Ton vergriffen haben. Aber das ist OK. Auch das gehört zu unserer Freiheit!

Was mich wirklich mit Traurigkeit und Scham erfüllt ist das Verhalten der Randalierer und Krawallmacher die unsere Demokratischen Freiheiten ausgenutzt haben und damit gefährden. Die Menschenrechte mit Füßen getreten und verletzt haben.

Was jetzt passieren wird in der Aufarbeitungsphase ist der eigentliche Schaden den diese Idioten anrichten. Viel schlimmer als abgebrannte Autos. Denn jetzt wird diskutiert wie man das hätte verhindern können. Nur leider wird die Diskussion wie immer am falschen Ende ansetzen. Man wird Fragen ob man die Leute nicht hätte an der Einreise hindern können oder ob man die Leute nicht viel strenger hätte überwachen können. Ob man nicht viel strenger hätte Kontrollieren müssen. Bei all diesen Diskussionen geht es dann darum die Rechte der Menschen weiter zu beschränken, sie mehr zu kontrollieren und ihre Bewegungsfreiheit weiter einzuschränken. Das Problem ist das diese Maßnahme auch IMMER die Rechte der anderen zehntausenden friedliche Demonstranten und Besucher treffen würde. Wir diskutieren also dank dieser Idioten darüber ob wir die Freiheiten für die gerade Tausende friedlich demonstriert haben, weiter einschränken wollen.

Nein…. das wäre es nicht Wert und das haben all die friedliebenden Menschen in unserem Land auch nicht verdient. Es gab von meinem Balkon aus viel schlimmes zu sehen, aber noch mehr gutes. Und da kommen die Medien ins spiel…. mit Klingelnden Radfahrern lässt sich leider keine Quote machen….

Fazit:

Ich war hier in Hamburg. Und ich werde mich neben dem Chaos an viel prägendere Bilder der Menschlichkeit und Vernunft erinnern.

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Fröhliche Weihnachten

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So Freunde, Verwandte und Bekannte und alle die nicht in eine dieser Kategorien passen. Wir galoppieren auf das Jahresende zu, der Heilige Abend steht vor der Tür. Für wen die besinnliche Zeit noch nicht im Advent angefangen hat, was zugegebenes maßen ja auch recht schwierig ist (“ Hab ich für Tante Trudi, Oma Hannelore, Onkel Olaf…… schon alle Geschenke? Steht das Weihnachtsessen? ist die Logistik für Omas Opas und Kleinkinder geplant?…. usw.) für den beginnt die “ruhigere” Zeit spätestens unterm Weihnachtsbaum…oder ggf. mit Nervenzusammenbruch im Krankenhaus.

Ich muss gestehen…. ich war dies Jahr total FAUL was Weihnachtsvorbereitungen betrifft. Geschenketechnisch geht mir die Kreativität sowieso peux a peux flöten. Letztes Jahr gab es für die allerwichtigsten Menschen in meinem Leben persönliche Briefe in denen ich versucht habe auszudrücken was die Menschen für mich und mein Leben bedeuten. Erfreut stelle ich immer mal wieder fest das einige diese Briefe ihren Weg in Bilderrahmen an die ein oder andere Wand oder das ein oder andere Sideboard gefunden haben.

Dieses Jahr gibt es nur einen Brief der sich an jeden richtet der es für lesenswert hält denn jeder Mensch ist wichtig! Und ich kann unmöglich wirklich allen schreiben die mir was bedeuten. Deswegen schreibe ich diesen hier gerade. Das Jahr war, salopp gesagt, abwechslungsreich. Da waren auf der einen Seite die, auch jüngst, verübten Anschläge, Amokläufe und Gewalttaten die zunehmend unsere Medien dominieren. Oft vor einem religiösen Hintergrund , weswegen es seltsam erscheint das ich zu Weihnachten darauf zu sprechen komme aber dazu nachher mehr. Dann haben uns dies Jahr viele Prominente und Stars, Ikonen und Kinderhelden verlassen und werden diese Weihnachten leider nicht mit uns feiern können. Peter Lustig war mit der der mich am meisten berührte. Gott habe ihn Seelig.

Aber was währe das für ein Jahr wenn wir nur an so was Denken würden und was für eine Grauenvolle Weihnachtszeit würde das werden? Und so gab es natürlich auch unglaublich viel Schönes. In meinem Bekanntenkreis sind einige Kinder auf die Welt gekommen oder Kündigen sich durch Dicke Bäuche an. Familien Wachsen zusammen. Es gab Menschen die sich die ewige Treue geschoren haben und unzählige kleine Momente die dieses Jahr eben auch zu einem Wundervollen Jahr machen.

Es ist Weihnachten. Das Fest der Liebe, Wärme und der Ankunft Jesu. Ein Religiöses Fest aber den meisten bedeutet die Spiritualität dieser Tage nicht mehr sehr viel. Es geht um Konsum, Geschenke…..aber eben auch beisammen sein. Und in einer Zeit in der Menschen andere Menschen verletzen oder gar töten im Namen von Religion oder seltsamen Vorstellungen von Recht und Gerechtigkeit will ich diese oft falsch verstandene Spiritualität einfach mal außen vor lassen.

Egal an was oder wen wir glauben, egal was in unserem Pass steht , egal welche Hautfarbe wir haben oder welche Sprache wir fliesend sprechen. Es gibt so viel das uns verbindet. Wir haben einen Kopf zum denken, ein Herz zu Lieben und Hände daraus etwas zu machen. Wir atmen alle die selbe Luft, trinken das selbe Wasser und gehen Tag täglich auf dem selben Planeten umher.

Es ist Weihnachten und auch wenn diese Tage nicht von allen Menschen auf die selbe Art und Weiße begangen werden so sind es doch Tage der Gemeinsamkeit, der Nächstenliebe. wo immer ihr seid, was immer ihr tut. Nutzt die Möglichkeit mit euren Händen, euren Herzen und euren Köpfen diesen unseren Planeten für alle etwas besser zu machen, die Luft mit liebe zu erfüllen und das Wasser zum quell neuer Ideen und neuer Lebenskraft werden zu lassen. Wir profitieren am ende alle davon.

Ich wünsche euch , den Menschen die ihr liebt und die euch lieben aber auch jedem der das hier liest ein Frohes Weihnachtsfest und viel Wärme und Geborgenheit.

Und ich Danke jedem der mein Leben bereichert. Ja auch denen über die ich mich immer mal wieder aufrege. Denn auch ihr seid Menschen die mein Leben zu dem machen was es ist. Und ich persönlich kann sagen: Es ist nicht alles Perfekt, aber ich Liebe mein Leben. Und wie Langweilig währe es denn bitte wenn alle perfekt wäre?

 

Frohes Fest und einen guten Rutsch nach 2017!

euer Andreas

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Der Staub der Vergangheit

BrandgefahrEine Staubwolke zieht durch unsere Straßen. Es ist der Staub der Vergangenheit. Einer Zeit in der Mensch sein bedeutet die richtige Hautfarbe und die richtige Gesinnung zu haben. Es war eine Zeit in der die Führung des Landes ihren eigenen Maßstäben nicht treu war. Es ist die Vergangenheit. Aktuell wirbeln einige die diese Zeit nicht miterlebt haben können diesen Staub wieder auf. Ich habe die Zeit (Gott sei Dank) auch nicht miterlebt. Aber ich habe im Geschichtsunterricht aufgepasst. Ich habe Menschen kennengelernt die nicht denken wie ich, die eine andere Hautfarbe haben und die einen anderen Glauben haben. Ich habe mir die Mühe gemacht zu versuchen sie zu verstehen und ich habe sie auch als MENSCHEN erkannt. Menschen die lieben. Menschen die denken und Intelligent sind. Menschen mit denen man sich über Standpunkte unterhalten kann. Sicherlich. Das geht nicht mit jedem. Das hat aber nichts mit Hautfarbe, Herkunft, Bildung oder Religion zu tun. Das hat nur was mit Charakter zu tun. Menschen mit verqueren Einstellungen gibt es in Syrien, im Irak, in Nordafrika, In Südamerika, In den USA und auch in Deutschland. Menschen mit denen man nicht reden kann, die Angst und Schrecken verbreiten. Solche Menschen laufen mit IS-Flaggen, mit Pegida Aufnähern oder AfD Plakaten umher. Das alles sind Menschen und ich bin dafür dass wir sie so behandeln. Das wir sie einsperren und für ihre Gräueltaten bestrafen wenn sie welche begangen haben. Aber nicht eine Gruppe die wir an irgendwelchen Kriterien festmachen sondern die Menschen an sich. Das Individuum. Ob sie nun im Bataclan um sich geschossen haben oder eine Notunterkunft angezündet haben. Diese Menschen sind Terroristen und so müssen wir mit ihnen umgehen. Wer aus niederen Gründen auf Menschen schießt oder auf Menschen schießen will gehört hinter Gitter. Ob IS oder AfD. Diese Menschen spielen mit dem Feuer und zündeln an einem braunem Benzinkanister.Leider hat die Geschichte gezeigt dass dieses Feuer überall Nährboden findet unter den verqueren.

Wir müssen unser Land schützen. Wir müssen unsere Frauen und Kinder schützen. Wir müssen die Menschen die wir lieben schützen. Wir müssen unsere Demokratie schützen! Schützen vor dem was wir schon hatten und was Europa und den Rest der Welt in unglaubliche Gewalt und unsägliches Elend gestürzt hat. Wir müssen uns schützen vor Fremdenfeindlichkeit, Pauschalisierung, Hetze und Gewalt gegen MENSCHEN. Wir müssen unsere Freiheit schützen. Die Freiheit seinen Glauben zu wählen, sein Recht wählen zu gehen, sein Recht frei zu Reisen ohne das an unseren Grenzen geschossen wird. Wir müssen unser Recht schützen die Meinung zu sagen. Wir müssen unsere Menschlichkeit schützen!
Was wir nicht tun müssen ist uns gegen Menschen zu schützen die Angst haben, die auf der Flucht sind, die Hilfe brauchen.
Das ist ein schwieriges Unterfangen.Das ist mir klar aber ich bin stolz Deutscher zu sein. Ich lebe gerne hier. Mit meinen Syrischen Nachbarn im übrigen. Wir Deutschen haben das Flugzeug erfunden. Wir haben das Auto erfunden. Wir haben nach einem Krieg mit der Hilfe unsere ausländischen (amerikanischen) Freunde ein Wunder geschaffen, das Wirtschaftswunder. Wir haben Krisen überstanden. Haben eine Mauer eingerissen die unser Land getrennt hat. Wir haben der Welt gezeigt wie ein flächenmäßig kleines Land die Weltwirtschafft mitbestimmen kann. Wenn jemand diese Aufgabe bewältigen kann sind wir das.

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Blockupy und die Ausschreitungen in Frankfurt

Jeder hat es mitbekommen als am Mittwoch in Frankfurt die Hölle los brach.

Über die Nachrichten, über Freunde und über unzählige geteilte Posts in den sozialen Netzwerken erreichten euch und natürlich auch mich Bilder, Videos und Nachrichten die man normalerweise nur aus weit entfernten Kriegsgebieten kennt.

An diesem 18.3.2015 war jedoch etwas anders.

Die Bilder kamen nicht aus einem weit entfernten Kriegsgebiet. Sie kamen aus der Nachbarschaft.

Man erkannte die Kennzeichen der Fahrzeuge die dort brannten, man sah Straßenzüge auf denen man unzählige Male unterwegs war.

Das war nicht weit entfernt. Hier kämpften keine Menschen um Brot, Wasser oder Land.

Es ging nicht darum ums Überleben zu Kämpfen, zumindest nicht für die die diesen Zustand herbeigeführt haben.

Da kämpften Menschen die abends wieder in ihr warmes Wohnzimmer mit dem 50″ Flat-TV zurückkehrten, sich eine Pizza beim Lieferdienst bestellen und aus ihrem gut gefüllten Kühlschrank ein kühles Bierchen holen.

Was treibt Menschen dazu? Das Eigentum anderer und der Allgemeinheit zu zerstören?

Rettungskräfte die Verletzten Menschen helfen und Feuerwehrkräfte die Leben retten Anzugreifen?

Polizisten, die Menschen die die Gesetze die der Staat erlassen in dem diese Krawallmachen freiwillig leben, und auch deren Recht zu demonstrieren schützen, zu gefährden?

Ich hab lange überlegt aber ich komme zu keiner vernünftigen Erklärung.

Dieses Land, Seine Administration und seine Exekutive ist vielleicht nicht fehlerfrei. Jeder Mensch hier in unserem schönen Land hat das Recht dagegen zu Protestieren.

Protestieren! Nicht Randalieren!

Mich haben diese Bilder schockiert. Das hatte NICHTS mit politischer Meinungsäußerung zu tun. Ich habe nichts gegen Demonstrationen.

Ich persönlich Demonstriere allerdings anders. Ich bin gegen Atomstrom, also kaufe ich keinen. Man kann sinnvoll Demonstrieren. Ihr habt etwas gegen die Politik der EZB ? Dann wandert aus in ein Land wo ihr mit Tauschhandel überleben könnt und dem Einflussbereich der EZB entkommt. Ihr habt etwas gegen Konzerne? Dann verzichtet auf deren Produkte.

Aber Zerstört nicht das Hab und Gut anderer und vor allem… Um Gottes willen….. gefährdet nicht das Leben von Menschen, von Müttern und Familienvätern die ihren Dienst tun um andere Menschen , deren Gesundheit und deren Rechte, genau wie auch eure Rechte und eure Gesundheit, zu schützen.

Ich bin dafür dass Jeder seine Meinung äußern darf. Das brauchen wir in einer gesunden Demokratie.

Aber Niemand darf Recht und Gesundheit eines anderen Menschen Angreifen. Und Moralisch schon gar nicht wenn er selber eben diese Rechte für sich einfordert!

Wenn da jetzt einige Denken „Ja aber die tun das doch auch! Unser Recht beschränken….“ Bitte… Ist das eine Rechtfertigung? Das hat im Sandkasten im Kindergarten schon nicht funktioniert. Denkt ihr das funktioniert mit Steinen und Molotow-Cocktails ? Und wenn ihr die Medien verfolgt: Worüber wird jetzt diskutiert? Über die Ziele dieser „Bewegung“ oder über das Handeln der EZB? Über TTIP oder was auch immer euch stört? Nein… Die Diskussion die ihr erreicht habt ist nur wie diese Krawallmacher zu bestraffen sind und wie man die Schäden wieder repariert…..

Übrigens… mit Geld welches die EZB auflegt…. Nur so am Rande.

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A new Life

Nun ist es also so weit…. Nach 9 Jahren und 2 Monaten verlasse ich eine Firma die ich lieben und schätzen gelernt habe.

9 Jahre und 2 Monate, eine lange Zeit… 110 Monate, oder auch 3377 Tage.

Eine Zeit die mich verändert hat nicht nur geografisch, denn wegen diesem Job bin ich aus Südhessen nach München gezogen. Ich habe Freundschaften geschlossen die mich nach Singapur und Indien geführt haben. Ich habe Menschen lieben gelernt die ich ohne den Job nicht kennengelernt hätte und habe liebe Menschen verloren weil ich unterwegs war. Ich habe Freunde gewonnen und verloren. Ich habe Wissen gesammelt und vermittelt, habe Dinge bewegt und wurde von Dingen bewegt.

Am 01.03.2015 beginnt nun ein neuer Abschnitt. Und auch wenn ich einiges vermissen werde und einige Verluste zu beklagen haben werde, so bin ich doch gespannt was jetzt alles kommt. Wie mich die neue Aufgabe verändern wird. Vor welchen Herausforderungen ich mich wiederfinden werde.

Eines ist aber denke ich sicher:

Es war spannend und es wird spannend.

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